zurück

Presse - Aktuell

 

BZ - Bericht vom 31. August 2018

 

 

Der Schwarzwald, wie er früher einmal war

Gerald Nill stellt sein Buch "Wie es einmal war im Schwarzwald" am Sonntag
beim Krone-Frühschoppen in Tegernau vor.

Gerhard Nill  | Foto: Heiner Fabry
Gerhard Nill

Am kommenden Sonntag, 2. September, stellt der Journalist und jetzige Reiseleiter Gerald Nill aus Gresgen sein Buch "Wie es einmal war im Schwarzwald" offiziell der Öffentlichkeit vor. Das Buch wird gefördert vom Biosphärengebiet Südschwarzwald und ist eine vom Herzen kommende Würdigung der heimischen Kulturlandschaft des Südschwarzwalds und der in ihr lebenden und wirkenden Menschen.

Der Verfasser wirkte mehr als drei Jahrzehnte als Redakteur für die Westfälische Rundschau in Dortmund, bis die Entscheidung des Verlags, alle Redakteure zu entlassen, ihn zwang, sich eine neue berufliche Orientierung zu suchen. Gerald Nill und seine Frau, haben im Alten Rathaus in Gresgen eine neue Heimat gefunden. Gerald Nill arbeitet heute als Reiseleiter für englischsprachige Touristen aus aller Welt, die auf ihren Reisen den Schwarzwald und besonders den Südschwarzwald das Kleine und Große Wiesental und das Zeller Bergland kennen lernen wollen. Bei seinen Exkursionen und Führungen zu den alten Bauernhöfen, dem Vogtsbauernhof, dem Schniederlihof beim Schauinsland und dem Schneiderhof in Endenburg-Kirchhausen, erlebte er, wie seine Gäste immer wieder von der Welt des Schwarzwalds und seiner Menschen ergriffen waren.

Den Autor zog diese Welt ebenfalls in ihren Bann. Dem Plan, dieser Welt und ihren Menschen eine liebevolle Würdigung in Form eines Buches zu widmen, kam eine persönliche Begegnung entgegen. Beim Brauchtumsmarkt in Raich begegnete Gerald Nill der Vorsitzenden des Brauchtumsvereins Sonja Eiche, die ihm eine Liste mit älteren Mitbürgern aus dem Kleinen Wiesental überließ, die dem Autor noch aus eigenem Erleben schildern konnten, wie das Leben früher in den Dörfern ablief, wie die Menschen arbeiteten, wie das Leben in den Dörfern über die Jahreszeiten gestaltet und bewältigt wurde. In vielen Einzelgesprächen mit Zeitzeugen hat Gerald Nill eine faszinierende Schilderung des Lebens, Arbeitens und auch Feierns "Wie es einmal war im Schwarzwald" geschaffen, die nicht nur auswärtigen Gästen, sondern auch Einwohnern ein lebendiges Bild vom Leben und Wirken in früheren Zeiten gibt. Er zeichnet nach, wie die Vorfahren im Alltag mit größten Mühen aus dem Schwarzwald die Kulturlandschaft geschaffen haben, an der sich heute Gäste aus aller Welt erfreuen. In über 50 Einzelbeiträgen stellt Gerald Nill alte Berufe vor wie Holzfäller, Glasbläser, Bergleute und Schmiede, er beschreibt einfühlsam auch das Leben der Bäuerinnen beim Backen, Schnapsen, Speck räuchern oder überhaupt das Leben im Bauernhof in den langen und harten Wintern. Besondere Beiträge sind den Kindern in der Schule oder auf dem Feld gewidmet, von den langen Wegen, die jeweils zu Fuß zurückgelegt werden mussten. Oder von den Festen in den Jahreszeiten und natürlich von der Fasnacht. Alle Beiträge von Gerald Nill atmen die tiefe Verbundenheit des Autors mit seiner neuen Heimat und die innige Wertschätzung und Anerkennung für die Menschen, die diese Landschaft geprägt haben. Das Buch ist entstanden aus dem Wunsch, unseren auswärtigen Gästen den Schwarzwald und seine Menschen näher zu bringen und in Erinnerung zu halten. Aber auch die "Eingeborenen" werden die Schrift immer wieder mit großer Begeisterung in die Hand nehmen. Für die reiche Ausstattung des Buches mit historischen Fotografien haben die Bürger bereitwillig ihre privaten Fotoalben geöffnet. Weitere Fotos stellte Hans Viardot aus seinem privaten Archiv zur Verfügung. 

Historischer Holztransport in Bürchau  | Foto: Privat
Historischer Holztransport in Bürchau Foto: Privat

Das Buch mit dem Titel "Wie es einmal war im Schwarzwald" wird am Sonntag, 2. September, um 11 Uhr
von Gerald Nill bei einem "Krone-Frühschoppen" in Tegernau vorgestellt.

 

 

Original-Bericht und Fotos: BZ / Heiner Fabry
 

zurück  

nach oben