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Presse - Aktuell

 

MT - Bericht vom 16. August 2019

 

 

Kraftorte und mystische Plätze

In der Tegernauer „Krone“ stellte Birgit-Cathrin Duval ihr neues Buch über
„Wanderungen zu mystischen Orten und geheimnisvollen Plätzen im Südschwarzwald“ vor.

Hans Viardot dankte Birgit Cathrin-Duval.   Foto: Heiner Fabry Foto: Markgräfler Tagblatt
Hans Viardot dankte Birgit Cathrin-Duval.    Foto: Heiner Fabry 

Die Autorin spricht in ihrem reich bebilderten Buch von einem Erlebnis-Wanderführer, der es interessierten Menschen ermöglichen soll, in 29 Wanderungen die Schönheiten und teilweise verborgenen Plätze zu entdecken und ihre Geschichte und Überlieferung kennenzulernen.

„Ein Ort ohne Geschichte ist ein toter Ort“, heißt es in dem Buch, denn die in alten Erzählungen und Chroniken bewahrten Überlieferungen enthalten viele Schilderungen aus längst vergangenen Zeiten, die drohen verloren zu gehen, wenn sie nicht erinnert und weiter erzählt werden.

Der Schwarzwald – Sehnsuchtsort vieler Besucher – ist längst kein Urwald mehr. Doch es gibt sie noch diese Orte, tief verborgen im Wald, an denen man mit seinen Kräften in Verbindung kommen. Diese Orte, an denen man die Geschichte und mystische Kraft der Heiligtümer im Wald hautnah erleben kann, will die Autorin den Lesern näher bringen und zum eigenen Erleben ermutigen.

In 29 Wander-Vorschlägen, alle ergänzt mit detaillierten Routenbeschreibungen, Karten-Empfehlungen und historischen Ergänzungen aus der jeweiligen Ortschronik, ist für jeden Wanderer ein unverzichtbarer Begleiter für die Entdeckung der „Kraftorte und geheimnisvollen Plätze“ im Südschwarzwald.

So erfahren die Leser von den Kalendersteinen in Endenburg, die Einheimische für einen astronomischen Kalender aus der Megalith-Zeit halten. In den 80er Jahren entdeckte der Brombacher Uhrmacher Johann Hügin die Felsen im Wald. Seine Nachforschungen ergaben, dass die Anordnung der Steine im Wald in der Megalithzeit von den Menschen zusammengetragen und so angeordnet wurden, dass man mit ihnen die Zeiten für die Sonnenwenden bestimmen konnte. Keltische Priester konnten so die Termine für die Festtag Beltane und Samhein bestimmen.

Eine andere Wanderung führt zum Kandelfelsen bei Waldkirch. Der Kandelfels wurde wohl schon von den Kelten als Anbetungsstätte für den Sonnengott Belenos genutzt. Im Mittelalter schlugen die Überlieferungen in der Richtung um. Aus dem Ort für die Verehrung des Sonnengottes wurde die Stätte für Teufelsanbetung und Hexensabbate. Im 16. und 17. Jahrhundert kam es im Schwarzwald zu schrecklichen Hexenverfolgungen, die zwischen 1576 und 1632 über hundert Frauen das Leben kosteten.

Als 1981 die als Teufelskanzel bekannte Felsspitze um Mitternacht in der Walpurgisnacht in die Tiefe donnerte, war das für abergläubische Menschen der Region ein weiterer Beweis für das Wirken böser Geister auf dem Kandel.

Der Vortrag und das Buch von Birgit-Cathrin Duval machte große Lust bei den Zuhörern, sich selbst auf den Weg zu den „mystischen Orten“ zu begeben und die Heimat mit den Füßen und offenen Sinnen zu entdecken.

Weitere Informationen:
Birgit-Cathrin Duval: „Kraftorte im südlichen Schwarzwald“, Wanderungen zu mystischen Orten
und geheimnisvollen Plätzen, ISBN 9-783965-550056, 220 Seiten 21,95 Euro.

 

 

Original-Bericht: MT / Heiner Fabry
 

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